Felicia Zeller
BIER FÜR FRAUEN
KASPAR HÄUSER MEER
GESPRÄCHE MIT ASTRONAUTEN

Drei Stücke

Das scheinbar Normale in absurder Beleuchtung: Versammelt in einem Band dokumentieren zwei Theatererfolge und ein neues Stück Felicia Zellers die Befindlichkeiten, Zustände und den merkwürdigen Wahnsinn der Gegenwart.

An der Theke („Bier für Frauen“), im Jugendamt („Kaspar Häuser Meer“) und in hyperbeschäftigten Familienresten („Gespräche mit Astronauten“) zeigen sich Widersprüche und Gewißheiten, Versuche zur idealen Organisation und das Scheitern am Anderen und sich selbst so, wie nur Felicia Zeller sie zeigen kann: in ihrer demaskierenden Art, die Sprache des Alltags auseinander zu pflücken und in einem Feuerwerk aus urkomischen Zitaten und überdrehten Realitätstrümmern wieder abbrennen zu lassen.
„Bier für Frauen“, eine Studie über Kommunikationsformen, die im Laufe massiven Bierkonsums entstehen, machte sie endgültig im Theater bekannt.
„Kaspar Häuser Meer“, ihr Stück über drei überforderte Jugendamtssozialarbeiterinnen, gewann den Publikumspreis der Mülheimer -Theatertage 2008.
Das 2009 enstandene Stück „Gespräche mit Astronauten“, gibt Einblick in panisch durchorganisierte Haushalte, die von hoffnungsfroh zugereisten osteuropäischen Au-pair-Mädchen gestützt werden.


240 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
12,5 × 20,5 cm
(D) € 19,90, (A) € 20,50, sFr 28,50 (UVP)
ISBN 978-3-940357-14-4

Außerdem von Felicia Zeller im Lilienfeld Verlag:
EINSAM LEHNEN AM BEKANNTEN



PRESSESTIMMEN

„Die Perspektive der Autorin ist genial. Wenn all das redundant sprudelnde Bürogeschwätz, diese vielen nicht zu Ende gesprochenen Sätze nicht nur wahnsinnig komisch sind, sondern dahinter Hetze, Ohnmacht und tödliches Elend ohne Pathos und Ermahnung derart deutlich werden, ist es nicht Satire, sondern große Kunst."
Joseph von Westfalen, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung zu „Kaspar Häuser Meer"

„Mit ,Kaspar Häuser Meer' ist der Autorin ein packendes Stück gelungen. Ein Stück zu schreiben über Kindesmisshandlung, daran hätte man leicht scheitern können. Zu groß das Risiko, Betroffenheitslyrik zu produzieren. Felicia Zeller hat keine Täteranalyse geschrieben, sondern eine Groteske über eine ausgebrannte Berufsgruppe."
Sandra Helmeke, Deutschlandfunk

„Felicia Zeller hat einige der erfolgreichsten Theaterstücke geschrieben. ,Kaspar Häuser Meer' zählt zu den erfolgreichsten neueren deutschen Stücken. Der Erfolg könnte etwas mit der Kühnheit zu tun haben, mit der die gebürtige Stuttgarterin vermeintlich banale Alltagsphänomene ... in ihrer ganz und gar nicht alltäglichen, hyperrealistischen Dramatik aufs Äußerste zuspitzt und dafür eine ganz eigene, eigentümliche und unverbrauchte Sprache findet. Es ist ein Stammeln mit Höchstgeschwindigkeit, eine kaputtgegangene und wieder zusammengeflickte Sprache, die ... beispiellos, ja tatsächlich: neu ist."
Brigitte Preissler, Die Welt

„Der vielleicht beste, weil wahnwitzig welthaltigste Theatertext der Saison. ,Kaspar Häuser Meer' ist das Stück der Stunde. Es zeigt auf umwerfend komische Weise, wie gemeinnützige Sozialarbeit die besten Ressourcen derer auffrisst, die sich der Fürsorge widmen und aufgrund akuter Überforderung nach unverbrauchter Luft schnappen." Ronald Pohl, Der Standard

„Das Geheimnis der Zeller-Dramatik besteht ... nicht im sozialdramatischen Weltverbessern ... nicht im engagierten Aufmörteln von wohlgemeinten Sinngebäuden, sondern ganz im Gegenteil: Sie hat einen sicheren Instinkt für Menschen in Situationen, die rein äußerlich eine solide Sinnhaftigkeit behaupten, die ihnen innerlich schon unrettbar entglitten ist. Und genau an diesen tektonischen Bruchlinien des Alltagsgerüstes greift Felicia Zellers charmantes Erdbebengelächter an, bis die Ordnung noch der kleinsten Dinge in Schutt und Asche sinkt.
Franz Wille, Theater heute

 
     
 


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